Leserartikel-Blog

Goldraub, Währungskrise, Hedge Funds Kollaps, Börsenpanik, Depression

die tage schon stiess ich, da mir dieses thema bislang im zusammenhang mit der wirtschaftskrise nur am rande aufgefallen war, auf den ersten artikel, der mit einigermaßen klaren worten den seit langem merkwuerdig niederigen goldpreis behandelt ... und allgemein zum gold und seinem verbleib bzw seiner rolle im gegenwaertigen "spektakel" mal ein paar schluesse anbietet.

die tragweite der zusammenhaenge, die sich zu eroeffnen scheinen, werfen ein interessantes licht auf unser "alles veraendernde" (?) weltwirtschftskrise und damit verbundenen pleiten der investmentbanken, welche es heute nicht mehr gibt. hier wird im kontext mit den pleiten ein goldraub irrsinnigen aussmaßes festgestellt. "15.000 Tonnen Zentralbankgold wurden in den letzten 30 Jahren leerverkauft. Es ist unwiederbringlich verloren."

weiter quellen zur langzeit goldpreismanipulation und den hintergruenden findet man bei GATA (gold anti-trust action commity) in form von videos ueber ein internationales symposium zum thema, oder hier als artikel zu den sachverhalten oder hier in form einer wall street journal anzeige, welche von GATA im januar dieses jahres geschaltet wurde, um auf die bizarren umstaende aufmerksam zu machen.

ein anderer aufschlussreicher artikel zum thema hier

das alles bestaetigt nun den von mir schon vor einer weile hier im forum angesprochenen umstand , dass der goldpreis wohl manipuliert sein muss. weswegen dies so war und ist wird in den oben verlinkten artikeln und den infos der GATA gut dokumentiert.

das war die geschichte bis hierher - was ist aktuell ausser dem merkwuerdigen gold-"verlust" beim untergang der investmentbanken?

einerseits : wenn in krisenzeiten eine erhoehte nachfrage besteht, muss ja der goldpreis eigentlich steigen. das tat er natuerlich auch, aber unverhaeltnissmaeßig langsam, und zuletzt - direkt zur akuten krise - als die nachfrage am hoechsten wurde - nicht , zumindest nicht ueber ein bestimmtes level hinaus, obwohl die nachfrage nicht mal mehr befriedigt werden konnte, da kein disposition von physischem gold nachweisbar war. auch heute ist diese disposition eigentlich nicht gegeben und der goldpreis sinkt....

dies obwohl kuerzlich (im april) zB erst vom IWF riesige mengen gold (400 tonnen) auf den markt gedrueckt wurden und also den besitzer gewechselt haben muessen - hier nachzulesen - wo sind sie jetzt ?? und all das zentralbankgold, das in den letzten jahre (zugunsten der dollarkursstuetzung) verkauft wurde und die 15000 tonnen der investmentbanker ?

da gold die einzige unzerstoerbare globale waehrung ist, wird es als solche immer eine wichtige rolle nicht nur in der weltwirtschaft spielen, sondern auch eine der wirklich zwingenden begruendungen von finanzmacht darstellen.

es stellt sich also einmal mehr die frage in wieweit der manipulierte goldwert weiter eine fuehrende aufgabe im kuestlichen werterhalt des dollars uebernimmt, zum anderen liegt wieder die frage an, ob auch dies ein schachzug im "masterplan" ist , den ich schon in meinem letzten artikel vermutete. wird hier vielleicht eine globale machtposition mit gold abgesichert - ist dieses gold absichtsvoll den zentralbanken entzogen worden? .... die dollarkrise zur destabilisierung fremder waehrungen bzw. staatsvermoegen genutzt worden ?

natuerlich koennte man auch rein oekonomisch argumentieren : die unglaublich vielen optionsscheine / zertifikate, die aufs gold gekauft werden von all den irritierten, verunsicherten anlegern in der krise, stellen damit den herausgebern dieser papiere eine wahnsinnige menge geld zur verfuegung , das die physische presente menge des goldes um ein vielfaches uebersteigt. daher wird der preis auch auf dem papiergold markt (COMEX) bestimmt und ergo manipulierbar, was seit dem gold hoechststand im fruehjahr sichbar wurde. die papiere sind schuldverschreibungen des emittenten, deren wert an den goldkurs gekoppelt sind. der emittent hat eigentlich nur im sinn den kurs zu druecken mit den ihm zur verfuegung stehenden riesigen geldmengen, damit die optionsscheine / zertifikate werlos werden bzw fallen und ihre schuld so geringer wird. der anleger verliert (sein) geld.

allerdings wird auf grund des aufgeblasenen und manipulierenden papiergold marktes auch dessen zusammenbruch befuerchtet, wenn zuviele der kontrakte auf einmal auslaufen und auf physische auslieferung des nicht existenten goldes bestanden wird. genau dies erwarten einigen analysten fuer den dezember. bleibt nur noch der physische goldmarkt. das wuerde ins bild passen.

wieder anders und aktueller betrachte scheint der gerade recht niederige goldpreis - weniger als 700 gegenueber fast 1000$ im maerz - auch ein zeichen fuer die unsicherheit im weltwaehrungssystems zu sein. da sind einige kandidaten in den sogenannten schwellenlaendern , welche gegen den $ stark abwerten ( rand, won, real u.a.). von der pleite bedrohte staaten gibt es auch schon eine ganze reihe ( argentinien, ungarn, baltisch staaten u.a.). ueberall dort werden investitionen in dollars abgezogen. die gleichen und auch andere staaten die keine dollarreseven haben muessen wiederum am devisenmarkt grosse mengen dollars fuer rohstoffe und versorgung kaufen. die befuerchtete waehrungskrise laesst alle in den dollar fluechten. fazit der dollar steigt trotz entgegengesetzter erwartungen bezueglich der us amerikanischen wirtschaftsituation und koennte trotz dollarkrise und taeglicher brachialer dollarvermehrung durch die staatlichen stuetzungsversuche, die im moment noch nicht greifen, zur letzten waehrung werden. dies natuerlich nur wenn es nicht zum zusammenbruch des weltwaehrungssystems kommt, was angesichts der tendenzen nicht unwhrscheinlich ist. tritt staatdessen ein erfolg der staatlichen stuetzungen ein, wird der dollar angeblich ob seine infaltionaeren masse ins unendliche emtwerten.

all diese vor dem hintergrund, der gestern vom renommierten new york university prof. Nouriel Roubini prognostiziert wurde, dass wohlmoeglich in den naechsten tagen schon bis zu 500 der weltweit 800 hedge funds in not geraten werden und damit das systemische risiko in ungeahnte hoehen schiessen wird. er sprach tatsaechlich mit klaren worten von jahrelanger deppression - nicht rezession - und dem eindeutigen ende des us-finanz imperiums und seiner weltweite dominanz. er sagte man solle nicht ueberrascht sein, wenn die finanzmaerkte die tage fuer 1-2 wochen ganz geschlossen wuerden. er diagnostiziert die totale panik an den maerkten. wird diese ihnen selbst den rest besorgen ?

der futures markt in den usa wurden heute (24.10.) bereits voruebergehend geschlossen. der dax sankt gestern auf ein historisches tief. die ZEIT hier ist erschreckend still oder kommt gar nicht mehr nach bei beim taeglichen geschehen - letzte woche wurde es noch versucht. haben sie schon kartoffeln eingekellert?

nach dem studium der ihnen hier angebotenen quellen oder eigenen recherchen dazu wuerden mich ihre meinungen interessiern.