Leserartikel-Blog

Ab 2009: Einbürgerungstest für Gurken entfällt!

Sind sie grün genug? Sind sie zu gerade? Sind sie zu lang? Sind sie zu klein? Sind sie zu gekrümmt?

Genormte Fragen
All dies sind keine politischen, mathematischen oder gar sexuellen Fragen. Das sind Fragen, die sich eine EU-Norm-Behörde gestellt hat, wenn es um die Einfuhr von ganz banalen Gurken ging.

Auf eine Gurke kommen drei EU-Beamte
Ein Beamter in Brüssel verglich stichprobenartig - mittels eines Pantone-Fächer mit mehr als 50 Grüntönen - ob der Grünton zu sehr dem Ton der Bündnis 90-Grünen ähnelte. Und damit für eine Freigabe eindeutig eine Nuance zu hell wäre. Ein zweiter Beamter ermittelte, ob die Krümmung der Gurke tatsächlich parallel zur Erdkrümmung verlaufe. Und ein weiterer Beamter prüfte mit einem flexiblen Maßband, ob die Gurke eine Mindestgröße habe, gleichzeitig maß dieser Brüsseler Beamte aber auch, ob diese Gurke etwa zu groß für die EU-Richtlinien sein könnte.

Auf Einbürgerungstest für Gurken soll verzichtet werden
Erst, wenn die aus nahen und fernen Ländern ankommenden Gurken diesen Landwirtschafts-Einbürgerungstest erfolgreich überstanden haben, kann dieses Gemüse auch auf den Marktständen und in den Kaufhäusern angeboten werden. Jetzt kann der Verbraucher - auch der deutsche Verbraucher - sicher sein, diese auf Herz und Nieren geprüften Gurken können mit gutem Gewissen gegessen werden.

Im Zweifel auf das Gütesiegel achten
Und sollte doch einmal aus Versehen eine Fehlfarbe - so nennt man dies beim Tabak - dabei sein, beispielsweise in einem zu gelblichen Grün bei gleichzeitiger Unterschreitung der Mindestgröße; dann, so die neue EU-Empfehlung, sollten die Verbraucher diese Gurke nur essen, wenn sie mit dem "Chiquita-Gütesiegel" versehen wurde.