Leserartikel-Blog

Die Wirklichkeit anders denken .... wird die Welt anders machen!

Kaum ein des Denkens befähigter Mensch wird abstreiten, dass wir unsere Wirklichkeit – selbst unter der Annahme leichter subjektiver Verschiedenheiten - lediglich so sehen, wie sie unsere Messinstrumente im Wesentlichen usw. wiedergeben. Abweichungen haben eine äußerst geringe Toleranzgrenze, die in den Bereich von Religion oder Krankheit schnell verbannt ist, damit die uns bekannte Welt und bloß nicht verwirre!

Unsere physischen Mechanismen sind so ausgerüstet, dass sie auf eine Art funktionieren, dass die Realität durch die Linse bestimmter Grundannahmen wahrgenommen wird. Benutzen wir allein die physischen Sinne, ist es im Grunde unmöglich, die Realität auf eine andere Weise wahrzunehmen, wie wir es gewohnt sind.
Alle Vorstellungen, die wir über unsere Welt haben, müssen wir also durch das physische Netz betrachten, welches dann natürlich die materialisierte Form dieser Annahme darstellt.
In diesem (scheinbar) geschlossenen Grundsystem ist diese Betrachtung ja weiter auch nicht ganz/nur falsch, sondern hat ihren Sinn. Wir haben uns damit auf eine gewisse Weise funktional gut organisiert. Dennoch gibt es aktuell sehr viele und gute Gründe, mal wieder einen Schritt weiterzugehen, den Menschen auch früher immer wieder getan haben. Das brauchte die Zeit-Qualität, die mit den Menschen und den durch sie erschaffenen Ereignissen immer zusammen hingt.

Wenn derzeit 100 Menschen einen blauen Stuhl als blauen Stuhl sehen, ist derjenige, der ihn knallrot sieht, vermutlich als gestört oder krank einzustufen. Sei es eine Augenkrankheit oder Krankheit des Gehirns. Sprich: Da wo Menschen individuell bereits die Realität sprengen, es zumeist aber auch nicht selbst einordnen können, ist die EINZIGE Reaktion fast immer ausschließlich ein pathologischer Befund. Nun schließt das eine das andere nicht aus – aber es schließt umgekehrt leider die gesunde Sprengung der Wirklichkeit auch noch nicht ein. Darum geht es! Es braucht ein offenes Denken in ALLE Richtungen, nicht nur der gewohnten.

Es gibt Realitäten, die mit unserer offiziellen nicht richtig kompatibel sind, aber die wir alle kennen. Zum Beispiel Träume, wo Unmögliches möglich wird. Es gibt auch viele Tageserlebnisse im vollbewussten Wachzustand, wo sich Dinge ereignen, die diejenigen vor allem schaudern lassen, die andere Realitäten als die oben beschriebene Hauptrealität der physischen Wirksamkeit als Fakt nicht zulassen können. Oder sie sind so tief ablehnend, dass sie bereit sind, ihren eigenen sonst klaren Verstand ad absurdum zu führen, so er davon ereignismäßig berührt wird. Oder – noch schlimmer – es wird zu einem esoterischen Zerrbild und „höheren Mächten“ zugeordnet, womit man das „Problem“ einer evtl. anderen Wirklichkeit an Gott oder die Götter abgibt, damit man damit nicht belästigt werde.. und er sein merkwürdiges Ding da oben weiter dreht… Alle offenen Fragen der Ungerechtigkeit, der Unmöglichkeiten werden in den Schoß göttlicher Liebe und Gnade verlagert und mit dem Glauben an dies und jenes gedeckelt. Damit sind wir verantwortungsmäßig aus dem Schneider… und müssen im Zweifelsfall eben nur Buße tun.

Geht man aber davon aus, dass ein Teil (!) unserer Grundannahmen über die Welt, in der wir leben, einfach noch immer nicht stimmt, könnte man die Welt nicht nur anders denken und betrachten, sondern aus den Schlüssen würde sich ganz anderes ziehen lassen. Immerhin war die Erde einmal eine Scheibe, von der Schiffe im Zweifelsfall ins Nichts gekippt wären. Immerhin war es dann ein weiterer Fortschritt, als sie nicht nur rund wurde, sondern von da aus quasi zu einer Kartoffel mutierte, was erhebliche Auswirkungen auf die Seefahrt hatte durch die Erhebungen, Wellenberge oder die Erkenntnisse über das Erdmagnetfeld, das so manchem anderen wieder diente.

Es geht in diesem Stadium des miteinander gedanklichen Experimentierens weder um Beweise, noch um Behauptungen!!!! Es geht nur um die Nutzung der eigenen geistigen Ressource mit offenem Ausgang. Ein sehr ernstzunehmendes Spiel, das vielleicht mehr Wirklichkeit birgt, als das, wie wir die Wirklichkeit derzeit erleben und behaupten.

Was also würde in unserer Welt anders werden, welche Folgen würde es evtl. und vermutlich zeitigen, wenn man nur ein paar Grundannahmen über die Welt mal eben anders als bisher gewohnt denkt:

1. wir betrachten Energie und Aktion als grundsätzlich Gleiches, aber keines müsste sich davon notwendiger Weise auf physische Bewegung beziehen
2. wir gehen mal davon aus, dass alle Objekte ihren Ursprung in mentalen Aktionen / Gedanken haben? Also Menschen mit ihren Gedanken alles Objektive vorher in einem subjektiven Akt erschaffen. Der Mensch mit seinem Bewusstsein zum Schöpfer und Kreator nicht nur seiner psychischen Umstände wird, sondern auch der physischen, weil diese von der Psyche nicht trennbar sind. Die Trennung von Materie und Geist ist eine scheinbare, fließende und Materie ist letztlich der Ausfluss von Geist in eine verdichtete Form zu einem sinnvollen vorübergehenden Zweck.
Das ist aber nur möglich, wenn wir den Faktor ZEIT anders fassen, weil nach der derzeitigen beengten Sicht von Zeit, die hier ausschließlich linear abzulaufen scheint, die objektive Erde ja VOR dem Menschen da war – es sei denn der physische Mensch an sich würde hier auch anders „gedacht“ (angenommen) werden können – zum Beispiel auch als geistiges Wesen, das Zeit enthoben agieren kann). Zeit lediglich als eine durchaus teil-sinnvolle Hilfskrücke unserer Dimension betrachten, die für die Organisation bestimmter Abläufe ihren Wert hat - zugleich aber auch zum Behinderer werden kann, wenn sie als einzig gültig festgeschrieben wird und andere Erfahrungen nicht zulässt oder gleich pathologisiert.
Beständigkeit also KEINE Frage der Zeit, sondern der Intensität ist und unsere gesamte Existenz unseren Wert im Sinne von Intensität besitzt.
3. Alle Objekte z.B. so zu betrachten, als ob sie nicht feste Substanzen wären, sondern reine Energieblöcke, die uns fest erscheinen und die wir auf eine höchst spezialisierte Art wahrnehmen, auch wenn wir diese derzeit noch nicht erklären können (dagegen wird vermutlich die Quantenphysik nicht so viel einzuwenden haben, aber es hätte großartige Schlussfolgerungen z.B. beim Thema Gesundheit und Heilung).
4. Stabilität im Zeitablauf – wie wir sie hier kennen – wäre nicht unbedingt eine erforderliche Voraussetzung für ein Objekt, auch wenn es uns so erscheint, weil unser Fokus auf lineare Abläufe noch programmiert ist
5. Der Raum als Schranke existiert nicht wirklich, sondern der Glaube an diese Schranke macht ihn erst zum Kerker. Die einzigen Schranken sind unsere derzeit noch mentalen Begrenzungen, die jedoch einerseits in Bezug zu früher auf viele Weise erweitert wurden – in anderen Bereichen zu den Fähigkeiten früher Menschen aber auch auf viele Weise degenerierten, weil diese Kräfte für andere Spezialisierungen gebraucht wurden.

Beim Versuch, die bisher bekannten Regeln mal gedanklich ein wenig zu sprengen, ergeben sich nicht nur neue Fragestellungen, sondern daraus würden – forschte man ernstlich an ihnen! – plötzlich andere Ergebnisse zeitigten,die Auswirkungen auf das gesamte Leben der Menschheit hätten. Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Religion: nichts bliebe wie es war.

Jedoch: Die Art der Fragestellung birgt im Keim schon das Ergebnis bzw. beeinflusst es ungemein. Auch die Art der Offenheit… oder Verschlossenheit wie man herangeht.

Viele andere Menschen haben vorher auf andere, ähnliche Weise auch schon solche Gedanken gehabt – weltweit und durch viele Zeitalter. Entscheidend ist, dass aus jenen alten Einzelkämpfern neue Gruppen entstehen, die es gemeinsam vertieft denken, sich heranwagen ans scheinbar Unmögliche und sehen, dass selbst die Behauptung des Unmöglichen schon wieder ein Teil-Irrtum war….. Ganz ohne die Narrheit zu begehen, nur d a s und s o zu denken, wie es uns „vorgeschrieben“ wird, mit dem Mut für das Unberechenbare und auch dem Mut, der subjektiven Erfahrung einen höheren Stellenwert an sich beizumessen oder neutral offen einmal ohne innere Abwehr und Abwertung zunächst als gegeben zuzulassen ..).

Käme nach und nach heraus, dass wir uns mit der ausschließlichen (!) Annahme der einzigen Gültigkeit einer linearen Zeit irren würde die Welt sehr schnell eine andere. Das wollen ja nicht wenige Menschen heute.

Ich freue mich auf einen offenen Austausch, der nicht im Behaupten, sondern im Herantasten oder Suchen einer erweiterten Sicht der Dinge liegt – und somit bescheidener daher kommt, aber vermutlich dafür mehr Phantasie und Disziplin zugleich braucht… mit hirnakrobatischen Einlagen, die vielleicht nicht jedem direkt voll verständlich sind, aber vielleicht einen Mosaikstein dem reichen Gesamtbild zufügen.