Leserartikel-Blog

dummheit oder ignoranz?nein, verbrechen!

in der ausgabe der ZEIT vom 22.jänner 09 wird im wirtschaftsteil unter der rubrik "zwischenruf" von der frau petra pinzler die frage gestellt:dummheit oder ignoranz?der betreffende artikel behandelt das thema der offensichtlich wieder in mode kommenden exportförderung landwirtschaftlicher produkte.meine antwort dazu ist die;weder noch.es ist-was die entwicklungsländer angeht-ein verbrechen.lebensmittel für den handel mit dritte welt staaten zu subventionieren,auf kosten der dort ansässigen bauern,zeugt von blindem egoismus und ökonomischer einfallslosigkeit unserer politiker.BLINDER EGOISMUS ,weil mit diesem kurzsichtigem handeln, die bauern in den betreffenden importländern auf grund mangelnder konkurrenzfähigkeit zur aufgabe ihrer produktion gezwungen werden.ein diesbezügliches musterbeispiel ist mexiko:nach jahrelangen hochsubventionierten importen nordamerikanischem mais, wird er im eigentlichen ursprungsland nicht mehr in genügendem masse angebaut.die mexikanischen bauern wurden durch die subventionierten importe aus den usa um ihre existenz gebracht.sie liessen ihre felder brachliegen und wanderten in die städte.das problem ist jetzt für mexiko,dass es mittlerweile beinahe zu hundert prozent von ausländischen importen abhängig wurde.nur gibt es derzeit kaum mehr mais für tortillas vom ehemaligem hauptlieferanten usa.statt wie bisher mais nach mexiko zu liefern, verwandelt der lieber dieses produkt in biosprit.menschliches und verantwortliches handeln sieht anders aus. ÖKONOMISCHE EINFALLSLOSIGKEIT:auch bei uns gibt es alternativen;wenn unsere landwirte zuviel -im gegensatz zu bisher,die chinesen scheinen sich sattgetrunken zu haben-milch produzieren, könnten die ja zum beispiel die tierzahl reduzieren und auf den freigewordenen flächen,im interesse der ökologie, biosprit erzeugen.es ist in unserem interesse, dass unsere landbevölkerung existieren kann, so wie es im interesse jedes staates sein sollte,eine lebensfähige und produktive landwirtschaft zu besitzen.wo ein volk ohne funktionierender agrarstruktur hinkommt sieht man überaus deutlich an nordkorea oder simbawe.die leute hungern und verhungern.wenn wir nicht schuldig werden wollen am schicksal der völker,dürfen wir keine subventionierten lebensmittel in die dritte welt exportieren.